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Naturerlebnis

Der Naturpark Zittauer Gebirge gleicht einer „Parklandschaft“. Das Land­schafts­bild ist durch eine außergewöhnliche Vielfalt, Eigenart und Schönheit geprĂ€gt.
Große unverbaute FreirĂ€ume ermöglichen beeindruckende Sichtbeziehungen die den besondern Erholungswert und Naturgenuss der Landschaft auszeichnen.

Die reiche Struktur der Landschaft mit unterschiedlichsten LebensrĂ€umen bildet fĂŒr viele Tier- und Pflanzenarten ideale Lebensbedingungen und versteckte RĂŒck­zugs­ge­biete.

Der Uhu (Bubo bubo) ist die grĂ¶ĂŸte Eulenart der Welt, die Weibchen können eine FlĂŒgelspannweite von bis zu 180 cm erreichen.

Besonders die stark verwitterten Sandsteinformationen mit den ausgeprĂ€gten LĂ€ngs­bĂ€n­dern bieten fĂŒr den Uhu ideale Nist- und Ver­steck­möglichkeiten.
Dies und das reichliche Nah­rungs­an­ge­bot im Vorgebirge fĂŒhren dazu, dass es im Zittauer Gebirge seit vielen Jahren eine kleine aber stabile Uhu­po­pu­la­tion gibt.

In der DĂ€mmerung kann man den Ruf dieses beeindruckenden Beute­grei­fers im Tal der Teufels­mĂŒhle in Nieder­oybin und in der Jonsdorfer Felsenstadt weithin hören. Mit ein wenig GlĂŒck sieht man die scheuen Tiere zwischen den Felsmassiven fliegen. Um die Tiere wĂ€hrend der Eiablage und Jungenaufzucht nicht zu stören kann es zu zeitweiligen Sperrungen einiger Klettergipfel kommen.

Flyer Uhu (PDF 0,56 MB)

Die Alpenspitzmaus (Sorex alpinus) gehört zu den seltensten SĂ€ugetieren Sachsens. In den alten BuchenwĂ€ldern rund um den Gipfel der Lausche, dem mit 793 m ĂŒNN höchsten Berg des Zittauer Ge­bir­ges, wurde dieser KleinsĂ€uger, welcher eigentlich nur in hoch­al­pinen Gebieten vorkommt, wie­der­holt beobachtet.

Die Pflanzenwelt des Naturparks ist so vielgestaltig wie die Landschaft dieses kleinsten deutschen Mittelgebirges. Der aufmerksame Naturfreund kann faunistische Besonderheiten fast bei jedem Spaziergang entdecken.

Bunt blĂŒhende Bergwiesen, ein Zeichen fĂŒr besonders nĂ€hrstoffarme Böden, sind besonders an den BerghĂ€ngen zu finden. Hier kann man auch die in Sachsen seltene Arnika (Arnica montana), auch Berg-Wohlverleih genannt, finden.



Zu den wertvollsten und inte­res­san­tes­ten Naturschutzgebieten des Naturparks Zittauer Gebirge zĂ€hlt die Lausche mit einer FlĂ€che von 10 ha. In dem sehr alten Buchenwald des Phonolithberges leben ver­schie­dens­te Tier – und Pflanzenarten.
Wer den Aufstieg auf den Gipfel geschafft hat, wird mit einer einzigartigen Aussicht auf die malerische böhmische Bergwelt und den Naturpark am DreilÀndereck belohnt.


Am Fuße der Lausche befindet sich auch das Lauschemoor, hier kann im Mai nicht nur große Tep­piche von blĂŒhendem Wald­lĂ€u­se­kraut (Pedicularis sylvatica) sehen, sondern man findet ĂŒber des ganze Jahr hinweg auch den Rund­blĂ€tt­rigen Sonnentau (Drosera rotudifolia) sowie verschiedenste geschĂŒtzte Orchideen und Torfmoose.

Flyer Hochmoor Lausche (PDF 0,60 MB)

Bizarre Sandstein(felsen) oder besser Massive, die vom vulkanischen Phonolith durchbrochen sind, bil­den romantische TĂ€ler und schaurig schöne Schluch­ten, welche zu ausgedehnten Er­kun­dungs­tou­ren einladen.

Sehenswert sind oft im Wald ver­steck­te und wie Fabelwesen an­mu­ten­de Fels­ge­bilde (Onkel und Tante, Bern­har­diner ...) sowie die Große Felsengasse in Oybin, ein Kunstwerk der Natur.

Empfehlenswert sind Wanderungen auf den Lehr­pfaden des Naturparks. Ei­ni­ge dieser Exkursionen fĂŒhren in das benachbarte Lausitzer Gebirge (CZ), welches naturrĂ€umlich gesehen eine Einheit mit dem Zittauer Gebirge bildet.

Faltblatt Geologische Naturdenkmale (PDF 1,40 MB)